Was bleibt ist die Erinnerung – Traumatische Erlebnisse in der Biographie alter Frauen und Männer

Die Biographien der heute alten Frauen und Männer sind häufig geprägt durch vielfältige und geschlechtsspezifische Gewalterfahrungen. Dies besonders in Kriegs- und Krisenzeiten weltweit und im und nach dem Zweiten Weltkrieg, wie z. B. durch Flucht und Vertreibung, NS-Verfolgung, Vergewaltigungen, Bombenangriffe, eigene Gewalttaten, Hungersnot; durch häusliche und sexualisierte Gewalt; chronische und lebensbedrohliche Erkrankungen; beginnende Pflegebedürftigkeit und viele weitere traumatische Ereignisse.
Diese meist unverarbeiteten Ereignisse können bei einem Einzug in eine Alteneinrichtung oder bei einer Krankenhauseinweisung wieder aufbrechen, da es sich hier um erneute Ohnmachtserfahrungen handeln kann.
Sie reagieren dann mit den unterschiedlichsten Symptomen und Verhaltensweisen z. B. denen der Posttraumatischen Belastungsstörung. Pflegende und andere fühlen sich damit allerdings meist völlig überfordert und können so nicht genügend auf die spezifischen Bedürfnisse der betroffenen Frauen und Männer eingehen. Auch fehlt ihnen meist das Wissen um die Folgen von Gewalterlebnissen, um psychische Traumata und so auch das Wissen um einen entsprechenden Umgang damit.

Es werden verschiedene Biographien vorgestellt und gemeinsam Möglichkeiten erarbeitet, wie Pflegende und andere die betroffenen Männer und Frauen angemessen und traumaorientiert unterstützen und sie vor Trauma-Aktivierungen schützen können.
Dazu werden die Ursachen von Traumata und mögliche Traumafolgestörungen wie die Posttraumatische Belastungsstörung aufgezeigt.

Anhand konkreter Fallgeschichten aus der Praxis der TeilnehmerInnen werden Pflegeplanungen erarbeitet.
Zudem werden Methoden der Stressbewältigung und Ressourcenstärkung für sowohl die betroffenen Frauen und Männer als auch für die Pflegenden vorgestellt.

Methoden:

  • Vortrag, Gespräch, Gruppenarbeit
  • Imaginationen
  • Einsatz verschiedener Medien

Alle Einheiten beinhalten neben den theoretischen Teilen genügend Raum für praktische Übungseinheiten und Austausch.
16 Unterrichtsstunden
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